2018 Rookie Class Review

26. Februar 2019 0 Von Valentin Lebrun

Das Jahr 2018 war für alle Cardinalsfans ein hartes Stück Brot, auch wenn die Rookies auf Verbesserung hoffen lassen. Doch welcher Rookie konnte 2018 überzeugen und welcher Pick ließ die Cardinals im ersten Jahr leer ausgehen? Eine Übersicht findet ihr im Rookie Review.

 


 

First Round / Josh Rosen, Quarterback (UCLA)

Second Round / Christian Kirk, Wide Receiver (Texas A&M)

Third Round / Mason Cole, O-Line (Michigan)

Fourth Round / Chase Edmonds, Running Back (Fordham)

Sixth Round / Chris Campbell, Cornerback (Penn State)

Seventh Round / Corey Cunningham, Offensive Tackle (Cincinnati)

 


 

Schauen wir uns zunächst einmal Josh Rosen an. Er war der hochgelobte QB, den man sich für Arizona gewünscht hatte. Die Cardinals bekamen ihn auch, dass aber Rosen zaubern kann, konnte keiner von ihm erwarten. Jedoch rückte sich Rosen etwas in ein schlechtes Licht als er beim Draft mit Pick 10 zu den Cardinals geholt wurde und er sagte dass die 9 Teams vor den Cardinals einen Fehler begangen haben.

Selbstbewusstsein hat der Junge auf jeden Fall. Viele Kritiker sind aber nach der ersten Season der Ansicht, das er vor allem eine große Klappe bewiesen hat. Diese Vorwürfe sind aufgrund der Leistung, die Rosen erbrachte auf den ersten Blick auch nicht ganz unbegründet. Jedoch stand er hinter einer sehr bescheidenen O-Line, die Rosen so ziemlich immer in Kontakt mit der gegnerischen Defense kommen ließ.

In seiner ersten Season erreichte er in 14 Spielen 11 Touchdowns, 14 Interceptions und hatte im Schnitt ein eher schlechtes QB Rating von 66,7. Rosen ist ein typischer Pocket-Quarterback, der normalerweise hinter einer robusten O-line steht. Da die O-Line aber nicht sehr stabil war und oft durchbrochen wurde, musste Rosen hin und wieder Scramblen, was ihn auf 138 Rush Yards bei 23 Läufen brachte. Das O-line verhalten spiegelt sich auch in seiner Fumble Quote wieder: im ersten Jahr kam Rosen auf 10 Fumbles, von denen fünf vom Gegner recovered wurden, was bedeutet, dass Rosen allein im ersten Jahr für bereits insgesamt 19 Turnover sorgte, was in einer Season sehr viel ist.

Rosen ist als Franchise Quarterback mit Sicherheit geeignet. Allerdings gab es in der vergangenen Saison viele Veränderungen (z.B. beim Coaching Staff) und die damit verbundenen Unsicherheiten, wie sowohl das offensive Playcalling und die O-line, waren keine große Hilfe für Rosen. Hatte er aber mal Zeit und vernünftige Playcalls, konnte er seine Fähigkeiten und sein Talent aufblitzen lassen. Eine Steigerung von Rosen und des gesamten Teams ist mit dem neuen Head Coach zu erwarten. Im Hinblick auf die neue Season ist aber bei Rosen definitiv noch Luft nach oben um ihn als wahren Franchise QB anzusehen.

 


 

Kommen wir nun zu Christian Kirk aus der zweiten Runde. Wie oft bemerkte man, dass er und Rosen eine besonders gute Chemie zueinander haben, weil sie schonmal gemeinsam gespielt haben. Das Zusammenspiel zwischen Kirk und Rosen klappte oft sehr gut und sorgte häufig für ein neues First Down oder zumindest für entscheidenden Yardgewinn.

Dadurch, dass Kirk stark von Rosen abhängig ist, war auch Kirks Saison am Ende eher durchwachsen. Jedoch scheint es so, als hätte Kirk eine Menge Talent. Er sorgte für einige spektakuläre Catches und hat einen der besten Wide Receiver mit Fitzgerald als Mentor. Kirk konnte im Schnitt bei 12 Spielen pro Catch 13.72 Yards erreichen und bei 590 Yards kam er auf 3 Touchdowns, was dafür spricht, dass er oft außerhalb der Redzone für wichtige Plays zum Einsatz kam.

Von Christian Kirk können wir eine Steigerung und Verbesserung erwarten. Generell ist mit Kirk ein scheinbar guter Wide Receiver gefunden worden. Wenn er weiterhin nach seiner Verletzung gegen Ende der Season am Ball bleibt, sich weiterhin konstant verbessert und seine gute Leistung abruft, steht ihm eine große Zukunft bevor.

 


 

In der Dritten Runde kam Mason Cole. Endlich wurde an der O-Line gearbeitet, die in der Vergangenheit alles andere als überzeugend war. Man sah in ihm einen vielseitig einsetzbaren O-Liner, der sowohl Guard als auch Center spielen konnte. Auch er kam in seiner Rookiesaison durch die Verletzung von A.Q. Shipley für 16 Spiele zum Einsatz, die er für einen drittrunden Rookie mehr oder weniger erfolgreich absolvierte.

Für seine Rookiesaison hat er neben Veterans ein verhältnismäßig solides Spiel gemacht, auch wenn er das O-line Debakel der Cardinals nicht beseitigen konnte. Eine Passable Rookiesaison, wenn man die Leistung von Cole mit den anderen O-linern vergleicht, gut ist allerdings anders. Bei ihm scheint aber das Potential da, zu einem soliden O-Liner zu werden.

 


 

In Runde 4 zog man mit Chase Edmonds einen Running Back, da die Cardinals auf der Running Back Position etwas mehr Tiefe haben wollten. Neben Star Running back David Johnson, der aus verschiedenen Gründen keine Top Saison spielte, wirkte Edmonds natürlich eher unauffällig, doch er kam auf 2 Touchdowns. Seine Spielanteile waren eher gering, weshalb zu erwarten ist, dass er eher ein Back up Running Back bleibt.

 


 

Chris Campbell wurde relativ früh gecutted, da er den Erwartungen der Cardinals auf der Cornerback Position nicht entsprach. In der Preseason machte er eigentlich einen recht guten Eindruck, jedoch machte dort das gesamte Team einen recht guten Eindruck.

 


 

Schlussendlich wurde nochmal für die vom Verletzungspech verfolgte O-Line ein weiterer Back Up gewählt, der in der siebten Runde zu den Cardinals stieß. Corey Cunningham durfte in der Regular Season 6x aufs Feld und wird wohl über die Rolle eines Back-Ups nicht hinauswachsen.

 


 

Gesamtfazit:

Die Cardinals machten in den ersten drei Runden gute, sinnvolle Picks. Mit Rosen und Kirk dürfte eine gute Basis für eine positivere Zukunft geschaffen sein. Wo dringend nach wie vor Aufbesserungspotential liegt ist in der O-Line. Mason Cole wurde zwar den an einen Rookie gerichteten Erwartunhen gerecht, hob sich aber auch nicht sonderlich vom Rest der O-line ab. Die letzten drei Picks waren in der Hinsicht eher unauffällig und werden hauptsächlich als Back-Ups fungieren. Chase Edmonds könnte im Laufspiel der Cardinals noch eine etwas tragendere Rolle spielen.