Jordan Phillips als fehlendes Puzzlestück der Defense?

Jordan Phillips als fehlendes Puzzlestück der Defense?

20. März 2020 0 Von Max Link

Nach dem spektakulären Johnson-Hopkins-Trade zum Start der Free Agency-Verhandlungsphase am Montag hat es nicht lange gedauert bis die Cardinals ihre erste Einigung mit einem Free Agent verkünden konnten.

Denn am Dienstag gelang es der Franchise mit Interior Defensive Lineman Jordan Phillips eines ihrer klarsten Needs früh in der Free Agency zu adressieren. Der 27-jährige D-Liner kommt frisch von den Buffalo Bills und aus seiner persönlich erfolgreichsten Saison mit 9,5 Sacks, 31 Tackles (davon 13 for Loss) und 16 Quarterback-Hits bei 16 bestrittenen Spielen.

 

Die Arizona Cardinals haben mit Phillips eine Position besetzt, die gerade im vergangenen Jahr aufgrund persönlicher Verfehlungen mehrerer ihrer Spieler stark problembehaftet war. So haben sowohl der ehemalige First-Round-Pick Robert Nkemdiche als auch der erst in der vergangenen Offseason verpflichtete Darius Philon in erster Linie durch Einstellungsprobleme bzw. Verhaltensauffälligkeiten bereits vor Beginn der Regular Season auf sich aufmerksam gemacht und damit die ursprünglichen Planungen von Steve Keim frühzeitig über den Haufen geworfen. Beide Spieler wurden in Folge dessen suspendiert und entlassen.

Durch den Zugang von Jordan Phillips hofft das Team für die kommende Saison eine konstante Stütze für ihre Defense-Frontline gefunden zu haben und hat den 1,98 Meter großen und 155 kg schweren Spieler am vergangenen Donnerstag mit einem 3-Jahresvertrag über insgesamt 30 Mio. Dollar ausgestattet. Damit scheint der direkte Ersatz für den abgewanderten Rodney Gunter gefunden zu sein. 

Es wird spannend zu sehen sein wie sich Phillips in einem für ihn neuen Scheme zurechtfinden wird und ob es ihm gelingt mit einer ähnlich starken Leistung wie im Vorjahr die Defense der Cardinals zu bereichern. Gerade für die Effektivität von Star-OLB Chandler Jones könnte sich der Transfer bezahlt machen, wenn gegnerische Offenses zukünftig auch in der Interior Line vor größere Aufgaben gestellt würden.

 

Im Hinblick auf den Draft eröffnet der ehemalige Second-Rounder eine größere Flexibilität gerade in den ersten Runden. Es besteht zwar weiterhin Bedarf an Verstärkung für die Defensive Line, allerdings muss es sich hierbei nicht mehr zwingend um Spieler mit sofortigen Starter-Qualitäten handeln. Deshalb sollte der Fokus zumindest in der First Round vor allem auf den Positionen Offensive Tackle und ILB gerichtet sein, um auch die letzten großen Needs zu bedienen.

 

Die bisherigen Zugänge sind auf einem vielversprechenden Niveau und erzeugen berechtigte Hoffnungen auf eine positive Überraschung in der kommenden Saison.

 


 

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