BEST RED | W8 | Cardinals @ Saints

29. Oktober 2019 0 Von Dominik Hoch

Letztendlich war das Spiel im Superdome die erwartet schwierige Prüfung. Gegen den ernsthaften Super Bowl Kandidaten New Orleans Saints unterlag unser Team aus der Wüste mit 9-31 und musste feststellen, dass New Orleans nochmals eine Stufe höher einzuordnen ist, als die drei zuvor in Folge besiegten Gegner.

Trotzdem war das Spiel lange enger als es der deutliche Endstand vermuten lässt. Bis ins dritte Viertel und Kingsburys Entscheidung ein 4th&1 an der eigenen 30 Yard Linie auszuspielen, war es ein sogenanntes “one possession game”, welches mit dem missglückten 4th Down Versuch und dem darauf folgenden Touchdown der Saints vorentschieden wurde.

Über die Entscheidung auszuspielen anstatt zu punten, kann man sicherlich diskutieren, rein statistisch gesehen war es aber die richtige Wahl, besonders wenn man auswärts als Aussenseiter antritt und etwas reissen möchte. Der Spielzug selbst war dann gelinde gesagt leider nicht das Gelbe vom Ei. Chase Edmonds in einem Spiel, in welchem es besonders innen aber mal gar keinen Raum fürs Laufspiel gab, plump durch die Mitte zu schicken, war unabhängig vom Resultat des Spielzugs kein guter, nachvollziehbarer Play Call.

Im Schlussviertel fiel dann alles etwas auseinander und die Saints brachten das Spiel relativ gefahrlos nach Hause. Offensiv ging spätestens mit dem Ausfall von Edmonds kaum mehr was und defensiv schien der Wille gebrochen. Wobei die Defensive das ganze Spiel über einen etwas gar zahmen Eindruck hinterliess. Zu Drew Brees drang der Pass Rush kaum je durch und in der Secondary spielte man deutlich zu passiv und “Zone lastig”. Warum man einen top Cornerback wie Patrick Peterson in “off coverage” stellt und Brees somit zu 11 von 11 relativ einfachen Completions zu WR Thomas verhilft, weiss wohl nur DC Vance Joseph selbst. Wir hoffen, dass sich in dieser Hinsicht noch einiges verändert im Laufe der zweiten Saisonhälfte.

Die New Orleans Saints waren (noch) eine Nummer zu gross für unsere Cardinals und verdienten sich den Heimsieg. Trotz der Niederlage muss beim Team aus Arizona aber nicht alles über den Haufen geworfen und in Frage gestellt werden. Auswärts im Superdome gegen ein Team vom Kaliber der Saints zu verlieren ist keine Schande. Diese Partie so mitnehmen, richtig analysieren und aus den Fehlern für die Zukunft lernen.

Das Programm wird nicht einfacher, denn bereits am Donnerstag, bzw. Freitag Nacht, treffen die Cardinals auf die noch ungeschlagenen San Francisco 49ers. Bevor es aber zu dieser Partie kommt, gilt es noch den Best Red aus Woche 8 zu wählen. Hier sind unsere Vorschläge:

 

  • Charles Clay (TE) | Eine Position, die bei den Cardinals eigentlich gar nicht hoch im Kurs steht. Clay macht seine Sache bisher sehr gut, im Lauf- und Passblocking kann man sich auf ihn verlassen und auch wenn er für einmal als Passempfänger angespielt wird, macht er seinen Job. Seine 88 Receiving Yards waren die viertmeisten seit dem Umzug der Cardinals nach Arizona. “Fun Fact”: Die Cardinals hatten seit 1989 (!) keinen Tight End mit 100 oder mehr Receiving Yards.
    3 Receptions, 88 Receiving Yards

 

  • Christian Kirk (WR) | Im ersten Spiel nach auskurierter Fussgelenksverletzung gleich wieder voll involviert. Kirk führte das Team in “all purpose yards” an und trat gewohnt souverän auf.
    8 Receptions, 79 Receiving Yards, 1 Rush, 19 Rushing Yards

 

  • Budda Baker (DB) | Oft war es Baker, der bei den vielen Screen Plays der Saints als erster zur Stelle war und zum Tackle ansetzen konnte. Spielt aktuell eine etwas undankbare Rolle aber führt diese ohne Probleme und Gestänker aus. Es wäre ihm zu wünschen endlich mal seine erste Interception zu fangen.
    14 Tackles, 7 Solo, 1 Tackle for Loss

 

  • Zane Gonzalez (PK) | Hat nach seinem Durchhänger wieder zur Form gefunden und verwandelte alle drei Field Goal Versuche souverän, inklusive einem Versuch aus 50 Yards.
    3 Field Goals