ARI @ NO / GAME REVIEW

ARI @ NO / GAME REVIEW

18. August 2018 1 Von Dominik Beran

Arizona Cardinals @ New Orleans Saints, 20-15

Willkommen zu den letzten Sekunden der Stille. Ebenso, wie es auf der Inschrift vor dem Mercedes Benz Dome in New Orleans geschrieben steht, steuern wir mit steigender Euphorie auf die Regular Season zu. Ein wichtiger Meilenstein auf diesem Weg stellt dieses erste Auswärtsspiel von Coach Wilks als Head Coach dar. In diesem Spiel ging es darum, entweder sich für Positionen zu empfehlen, welche immer noch mit einem Fragezeichen versehen sind oder sich für den 53 Mann Kader zu empfehlen, da im nächten Preseason Spiel die Starter viel Spielzeit bekommen werden. Und falls das nicht schon Ansporn genug ist, spielen viele Spieler nahe ihrer früheren Heimat.

Aber nun schauen wir uns das Spiel mal Drive für Drive genau an.

Der Opening Drive startete ebenso turbulent, wie er endete. Angefangen mit einem weiten Return von Brandon Tate, wurden viele Probleme der Cardinals aufgezeigt, die sich über die erste Halbzeit hinweg bestätigen sollten. Doch nicht nur die Special Teams hatten Probleme, auch die Defense tat sich in der ersten Halbzeit schwer den Run zu verteidigen. Dieses Problem wurde exemplarisch von Mark Ingram gezeigt, nachdem dieser mit dem ersten Spielzug 15 Yards erziehlte. Enden sollte dieser Drive doch mit einer Interception von Haason Reddick, welcher einen in die Luft getippten Ball von Scooby Wright abfängt und somit der Offense ihren ersten Drive beschert.

Der erste Drive der Cardinals verlief weniger spektakulär und führte dazu, dass die Offense der Cardinals nach drei Spielzügen das Feld wieder verlassen musste.

Auch der zweite Drive der Saints zeigte, dass die Laufverteidigung an diesem Abend ein Problem darstellen würde. Die Front Seven war sichtlich überfordert mit den Laufspielzügen. Jedoch wurde auch dieser Drive durch einen Turnover beendet, nachdem der Quarterback der Saints den Snap nicht entgegen nehmen konnte und der Ball von den Cardinals gesichert wurde.

Somit durfte die Offense der Cardinals wieder aufs Feld und zeigte wiederum keine überzeugende Leistung, was wiederum dazu führte, dass der Drive für die Offense nach drei Spielzügen vorbei war. Diese beiden Drives dürften Coach Wilks weniger gut gefallen haben, da er nach dem letzten Spiel die schwache 3rd Down Verwertung kritisiert hatte.

Der nächste Drive der Saints war nach drei Spielzügen ebenfalls beendet, was der Offense die Möglichkeit eröffnete den dritten Drive erfolgreicher zu gestalten als die ersten beiden.

Diese Möglichkeit ließ die Offense auch nicht verstreichen und beendete den Drive mit einem Touchdown. Dem zuvor gingen sechs erfolgreiche Passcompletions von Quarterback Sam Bradford, welcher somit den Grundstein für den Touchdownrun von David Johnson legte. In diesem Drive zeigten vor allem der Drittrunden-Pick aus dem letzten Jahr Wide Receiver Chad Williams und Left Guard Mike Iupati ihre Klasse. Williams fing in diesem Spiel drei Bälle für 44 Yards und Iuapti überzeugte durch grandiose Blockarbeit, die zum Ende des Drives auch zum Touchdown führte.

Dennoch darf auch in diesem Spiel die Regeldiskussion nicht fehlen, welche bereits im ersten Spiel für Aufregung gesorgt hatte. Ein Beispiel inwieweit diese Regeländerung das Spielgeschehen beeinflusst, konnte man beim vierten Drive der New Orleans Saints erahnen. Das Foul besteht darin, dass der Spieler unabhängig ob Offense oder Defense den Kopf runter nimmt und den Gegenspieler mit der Krone des Helms tackled. Jedoch konnten die Cardinals schnell auf diese Flagge antworten und beendeten den Drive der Saints durch eine Interception von CB Bene’ Benwikere.

Mit dem vierten Drive der Cardinals durfte sich nun auch unser Erstrundenpick Josh Rosen hinter der Starting Offensive Line beweisen. Und prompt bemerkte man den Unterschied, den die Offensive Line auf den Quarterback hat. Denn Josh Rosen beendete den gelungenen ersten Drive mit einem Touchdown Pass zu unserem Zweitrunden-Pick Christian Kirk.

Der darauffolgende Drive der Saints startete vielversprechend mit einem starken Quarterback Run von Hill, wurde aber auch ebenso schnell beendet, nachdem er den Ball wieder beim Snap fumbled und das Field Goal Team die ersten Punkt für New Orleans aufs Scoreboard bringt.

Rosen schaffte es auch in seinem zweiten Drive zu überzeugen und führte nun die Backups mit einer starken Quarterbackleistung zu einem Field Goal und den nächsten Punkten für die Cardinals.

Und Rosen sollte noch einmal die Chance bekommen sich zu beweisen, da es Olsen Pierre schaffte einen Fumble zu erzwingen und somit der Offense wieder den Ball zu geben.

Solche Spielsituationen sind für junge Quaterbacks von höchster Wichtigkeit, der sogannte Two-Minute Drill. Auch diesen absolvierte Rosen mit Bravour. Allem voran mit einem 21 Yard Pass zu Christian Kirk, womit er die Cardinals in Field Goal Range brachte. Jedoch verschoss Phil Dawson dieses Field Goal und somit ging es mit 17-3 in die Pause.

Das Spiel sollte aber seine Spannung nicht mit in die zweie Halbzeit tragen. In dieser Phase des Spiels sahen wir viele Punts und vereinzelt Field Goals. Das einzig nennenswerte Highlight war ein zwanzig Yard Touchdown Run von New Orleans Backup Quarterback J.T. Barrett. Ebenso nennenswert ist die Leistung von unserem vierten Quarterback Chad Kanoff, welche nicht überragend war, aber alle mal reichen sollte um einen Spot im Practice Sqaud zu ergattern.

Vorausschauend auf das Spiel in Preseasonwoche 3 in Dallas, lassen sich aus diesem Spiel folgende Schlüsse ziehen:

– wir waren sowohl offensiv als auch defensiv Upfront streckenweise überfordert, muss sich in Woche 3 ändern
– Wide Receiver No.2 und No.3 Spot sind immer noch weit offen, jedoch zählen für mich Brice Butler (trotz Verletzung), Chad Williams und Christian Kirk zu den Topfavoriten auf diese Position
– Rosen zeigt zum ersten Mal eindrucksvoll, was er zu leisten im Stande ist

Und zu guter letzt will ich euch noch ein paar Spieler mit auf den Weg geben, auf die es sich meiner Meinung nach lohnt im nächsten Spiel ein Auge zu werfen:

– Chad Williams, WR Nr.10
– Christian Kirk, WR Nr.13
– A.J Howard, S Nr.42

Und damit beende ich mein Review und wünsche uns auch nächste Woche ein gutes Spiel in Dallas.