Defensive Tackle in Runde 7 – Draft Review

Defensive Tackle in Runde 7 – Draft Review

29. Mai 2019 0 Von Valentin Lebrun

Michael Dogbe, Defensive Tackle, Temple

 

Michael Dogbe (23) wurde erst spät in der siebten Runde gedraftet. Laut den Experten ist dies auch ein angemessener Pick, manche sahen ihn sogar schon in Runde 6 auf dem Draftboard. Geboren am 05.Mai 1996 hatte er kürzlich erst Geburtstag weshalb wir ihm nachträglich  gratulieren möchten, bevor wir ihn uns genauer angucken. Ob er wohl damit gerechnet hat, dass er als frühzeitiges Geburtstagsgeschenk zu den Cardinals darf, weiß nur er selbst.

Dogbe spielte im College Temple Owls und konnte als bester DLiner des Teams in seiner letzten Season mit 72 Tackles 12,5 Tackles for Loss 7 Sacks und 3 Fumbles überzeugen. Diese Statistik verschaffte ihm das Sprungbrett zur NFL. Er ist ein schneller kräftiger D-Liner der durch seine Kraft und Geschwindigkeit den Quarterback zu Collegezeiten stets unter Druck setzen konnte. Wie wir jedoch wissen, wird er es in der NFL mit ganz anderen Kalibern zu tun bekommen, als im College. Seine größte Schwäche ist die Laufverteidigung bei der er eher aufgrund von verschiedenen missreads sehr große Mängel aufweist. Eingesezt werden könnte er dadurch zunächst einmal als Back Up oder wenn er ganz großes Potential besitzt eventuell sogar als Special Teams Spieler um dann möglicherweise irgedwann eine wichtigere Rolle im Kader zu spielen.

Zu seinen allgemeinen Strken zählen wie bereits erwähnt Geschwindigkeit und Stärke zudem ist er für seine 127 KG sehr agil  und kann sich daher gut von Blocks lösen um dann schnell den Tackle zu setzen. Außerdem ist er durch seine überdurchschnittlich gute Körperbeherrschung in der Lage duch Spin Moves und Bewegungen den Quarterback beim scramblen zu täuschen, wodurch Dogbe es häufig schafft ihn aufzuhalten. Durch seine schnellen Hände kann er zudem rechtzeitig den Gegnerischen Offensivspieler blocken und aus dem Spiel nehmen.
Seine Schwächen sind hauptsächlich auf seine Beine zurückzuführen die meistens nicht tief genug stehen wodurch er sich beim Laufen gerne überrumpeln lässt. Außerdem ist er bei Zone Plays oft außerhalb der Reichweite des Gegenspielers. Seine Fähigkeit gegnerische Plays zu lesen und zu antizipieren ist zudem ausbaufähig. Häufig fehlt ihm auch aufgrund seines schweren Oberkörpers der feste Stand auf den Beinen.

Zusammenfassend kann man sagen, dass Dogbe ein vernünftiger Siebtrunden Pick ist, der wenn er sich positiv weiterentwickelt einen Platz in den Kader bekommt. Seine Stärken insbesondere bei gegnerischen Passspielzügen können von großem Nutzen für die Cardinalsdefense sein wenn er sie noch weiter ausbauen kann. Genauso wichtig ist es jedoch, seine Football IQ zu verbessern und dass er seinen Stand etwas verfestigt und sein Gewicht etwas mehr nach unten verlagert, um einen festeren Stand zu bekommen und sich nicht von der Gegner Offense überrollen zu lassen.

Wir wünschen Dogbe viel Erfolg bei den Cardinals und möge er irgendwann für das Team für das ein oder andere spektakuläre Play sorgen.