FREE AGENCY PREVIEW | Center

FREE AGENCY PREVIEW | Center

7. März 2019 0 Von Dominik Hoch

Bis zum Start des neuen Ligajahres und der Free Agency am 13. März, werfen wir einen Blick auf den Kader der Arizona Cardinals. Das machen wir in einer Reihe von Beiträgen, in welchen wir jeweils eine Position näher betrachten.

Wie sieht es im Moment aus? Könnten wir (wichtige) Spieler verlieren? Sollten die Cardinals nach Verstärkungen schauen? Was wünschen wir uns und was können wir realistischerweise erwarten? Free Agency und der Draft Ende April hängen natürlich gewissermassen zusammen. Der Einfachheit halber beschränken wir uns in diesen Beiträgen aber lediglich auf die Free Agency. Den Draft lassen wir aussen vor, natürlich werden wir zu gegebener Zeit auch darauf eingehen.

 


 

 


 

A.Q. Shipley war bis vor der vergangenen Saison eine der wenigen Konstanten in der Cardinals O-Line. Wirklich gut war er nie, von PFF wurde er regelmässig als einer der schlechtesten Center bewertet, aber er war stets verfügbar. Für 2018 war er es dann nicht, da er sich während einer Trainingseinheit im August das Kreuzband riss und die gesamte Saison verletzt ausfiel. Trotz dieser Verletzung wurde sein Vertrag um ein weiteres Jahr verlängert und steht 2019 wieder zur Verfügung. Wie genau seine Rolle aussehen wird, lässt sich aktuell nur schwierig vorhersagen.

Der drittrunden Rookie Mason Cole wurde zum Starter ernannt und bestritt alle 16 Partien. Dabei schlug er sich den Umständen entsprechend nicht schlecht. Klar ist aber, dass auch er sich noch deutlich steigern muss, will er ein fester Bestandteil der Cardinals O-Line werden. Dabei hilft ihm, dass er vielseitig einsetzbar ist und als Center, wie letzte Saison, oder als Guard aufgestellt werden kann. Bei ihm dürfen wir uns berechtigte Hoffnungen machen, einen O-Liner für die Zukunft gefunden zu haben.

Der dritte Center im Bunde ist Daniel “Rolling Snaps” Munyer. Er war es, der im ersten Preseason Spiel keine vernünftigen Snaps zustande brachte und Rookie Quarterback Josh Rosen bei seinem ersten NFL Auftritt das Leben gleich mal schwieriger als nötig machte. Seine Karriere als Center war damit vorbei. Er kam jedoch als Guard noch zu einigen Einsätzen und es ist gut möglich, dass die Cardinals ihn als ERFA für Kadertiefe als Ersatzspieler billig behalten.

 


 

 


 

Matt Paradis von den Denver Broncos ist der namhafteste Center auf dem diesjährigen Free Agent Markt und er würde defintiv ein grosses Stück dazu beitragen, die O-Line zu stabilisieren, was unserer Meinung nach oberste Priorität haben sollte. Somit könnte man Mason Cole als Guard einsetzen und A.Q. Shipley als Back-Up zur Hand haben.

Als weitere Option wäre da noch Mitch Morse von den Kansas City Chiefs. Ein sehr guter Center, der aber zu oft mit Verletzungsproblemen zu kämpfen hatte und auch lediglich aufgrund dieser nächste Woche zum Free Agent wird – so heisst es aus dem Lager der Chiefs. O-Line und Verletzungen kennt man bei den Cardinals leider zur Genüge und es darf stark bezweifelt werden, dass man sich einen weiteren solchen Spieler ins Boot holen möchte. “High reward”, aber auch “high risk”.

Was auch immer die Cardinals vor haben, wir hoffen, dass Keim und Co. die Aufbesserung der O-Line als Kernaufgabe sehen und diese (endlich) Lösen können. Sei das nun in der Free Agency oder im Draft oder am besten gleich beides.

 


 

Seid ihr mit unseren Ansichten und Prognosen einverstanden? Wo seid ihr anderer Meinung und was wünscht ihr euch für diese Position im Hinblick auf die Free Agency?

Alle anderen Positionen folgen verteilt über die nächsten Tage und Wochen bis hin zum Start der Free Agency…