FREE AGENCY PREVIEW | Guard

FREE AGENCY PREVIEW | Guard

8. März 2019 0 Von Dominik Hoch

Bis zum Start des neuen Ligajahres und der Free Agency am 13. März, werfen wir einen Blick auf den Kader der Arizona Cardinals. Das machen wir in einer Reihe von Beiträgen, in welchen wir jeweils eine Position näher betrachten.

Wie sieht es im Moment aus? Könnten wir (wichtige) Spieler verlieren? Sollten die Cardinals nach Verstärkungen schauen? Was wünschen wir uns und was können wir realistischerweise erwarten? Free Agency und der Draft Ende April hängen natürlich gewissermassen zusammen. Der Einfachheit halber beschränken wir uns in diesen Beiträgen aber lediglich auf die Free Agency. Den Draft lassen wir aussen vor, natürlich werden wir zu gegebener Zeit auch darauf eingehen.

 


 

 


 

Die grösste Neuverpflichtung der letzjährigen Free Agency war Guard Justin Pugh, der mit einem Vertrag über fünf Jahre ausgestattet wurde. Als Right Guard sollte er der O-Line Stabilität verleihen, was anhand seiner vielen Verletzungen und durchzogenen Leistungen bei den Giants als fragwürdige Entscheidung angesehen werden musste. Und so kam es dann auch, wie es kommen musste: Justin Pugh’s Leistungen waren, besonders angesichts seines üppigen Salärs, nicht zufriedenstellend und wurden von PFF als unter dem Durchschnitt bewertet. Obendrein verletzte sich Pugh und landete in Week 11 auf der Injured Reserve Liste.

Pugh dürfte als Right Guard für 2019 fest eingeplant sein. Der Vertrag lässt aktuell wenig Spielraum zu – erst 2020 gäbe es eine vernünftige Ausstiegsmöglichkeit mit $4M Dead Cap – so dass man darauf hoffen muss, dass Pugh irgendwie an seine Leistungen aus früheren Jahren anknüpfen kann. Gelingt ihm das, wäre er ein solider Baustein für die O-Line.

Hinter Pugh wird es rasch sehr düster. Es findet sich im aktuellen Kader kein Spieler wieder, von welchem man ernsthaft als valable Option ausgehen kann. Colby Gossett, Zack Golditch, Will House und Justin Evans sind allesamt jung, unerfahren und konnten sich bislang noch nirgends durchsetzen. Bei entsprechenden Leistungen in der Off- und Preseason kann sich der ein oder andere vielleicht einen Platz als Back-Up oder im Practice Squad sichern. Mehr sollte man von ihnen realistischerweise aber nicht erwarten.

Bei Mike Iupati, Oday Aboushi und John Wetzel stehen die Zeichen klar auf Abschied. Einzig John Wetzel könnte zumindest für die Offseason zurück erwartet werden. Er kam immerhin bereits zu einigen Einsätzen und sein Status als RFA macht es etwas einfacher ihn preiswert zu behalten.

 


 

 


 

Die Cardinals brauchen dringend Hilfe für die O-Line, das dürfte hoffentlich allen klar sein. Klar ist aber auch, dass es praktisch unmöglich sein wird, diese in einer Offseason komplett auf Vordermann zu bringen. Rodger Saffold von den Los Angeles Rams wäre eine gute Verstärkung, ob er allerdings in die Wüste wechseln möchte, ohne dass die Cardinals massiv überbezahlen müssen? Wohl nicht. Quinton Spain wäre eine weitere Option, die uns gefallen würde. Machte beri den Tennessee Titans die letzten Jahre einen guten Job.

Als Best Case Szenario sehen wir folgendes an: Die Cardinals können mindestens einen bewiesenen, hochwertigen Spieler für entsprechend teures Geld verpflichten. Weitere Positionen können mit “2nd Tier” Spielern aufgefüllt werden. Im Draft fällt ein potentieller 1st Round O-Liner und kann an Tag 2 mit #33 gezogen werden.

Als Cardinals Fans sind wir aber nicht besonders wählerisch. Gebt uns einfach ein paar O-Liner, die sich nicht jedes Jahr verletzen und/oder völlig unzuverlässig sind. Völlig egal, ob das dann ein Guard, ein Center oder ein Tackle ist. BITTE!

 


 

Seid ihr mit unseren Ansichten und Prognosen einverstanden? Wo seid ihr anderer Meinung und was wünscht ihr euch für diese Position im Hinblick auf die Free Agency?

Alle anderen Positionen folgen verteilt über die nächsten Tage und Wochen bis hin zum Start der Free Agency…