FREE AGENCY PREVIEW | INTERIOR O-LINE

FREE AGENCY PREVIEW | INTERIOR O-LINE

15. März 2020 0 Von Dominik Hoch

Bis zum Start des neuen Ligajahres und der Free Agency am 18. März, werfen wir einen Blick auf den Kader der Arizona Cardinals. Das machen wir in einer Reihe von Beiträgen, in welchen wir jeweils eine Position näher betrachten.

Wie sieht es im Moment aus? Könnten wir (wichtige) Spieler verlieren? Sollten die Cardinals nach Verstärkungen schauen? Was wünschen wir uns und was können wir realistischerweise erwarten? Free Agency und der Draft Ende April hängen natürlich gewissermassen zusammen. Der Einfachheit halber beschränken wir uns in diesen Beiträgen aber lediglich auf die Free Agency. Den Draft lassen wir mehr oder weniger aussen vor, natürlich werden wir zu gegebener Zeit auch darauf eingehen.

Mit unserer O-Line hat sich Dominik Hoch beschäftigt und bringt euch in diesem Teil alle Infos über die Center und Guards.

 


 

Die Offensive Line unserer Arizona Cardinals bereitet uns gefühlt seit Menschengedenken grosse Sorgen. Qualität ist dort stets Mangelware und jede Offseason wünschen wir uns ein dringend benötigtes Upgrade.

Hoffnung dürfte uns die vergangene Saison machen, in welcher unsere Offensive Line einen Schritt nach vorne gelang und im Vergleich zur Vorsaison deutlich bessere Leistungen zeigte. Dies hat mehrere Gründe:

  •  Die O-Line wurde grösstenteils von Verletzungen verschont. Der Verlust von RT Gilbert noch vor dem ersten Saisonspiel war natürlich suboptimal, aber ansonsten konnte die O-Line ohne ständige Wechsel spielen, sich aneinander gewöhnen und als eingespielte Einheit agieren.
  • Kliff Kingsbury und sein im Verlaufe der Saison immer besser angepasstes System ist deutlich “O-Line freundlicher” als jene seiner Vorgänger.
  • Kyler Murray als mobiler Quarterback.
  • Der neu engagierte Sean Kugler wurde seinem Ruf als ausgezeichneter O-Line Coach gerecht.

Trotz den Fortschritten bleibt die O-Line ein Problem, an welchem es zu arbeiten gilt.

 

 

Die Guards werden die gleichen wie 2019 sein. Mit Justin Pugh und J.R. Sweezy sind die Guards mit jeder Menge Erfahrung ausgestattet, welche es ihnen erlaubt ihre qualitativen Mängel einigermassen auszubügeln. Justin Pugh ist gemessen an seinem Jahresgehalt deutlich überbezahlt, aber in der O-Line muss man dies auch mal in Kauf nehmen, ist es doch deutlich besser als gar niemanden zu haben, auf den man sich verlassen kann.

Für die Position des Centers kamen letztes Jahr zwei Spieler in Frage: Der Veteran A.Q. Shipley und der junge Mason Cole. Nachdem Cole 2018 eine ganze Saison lang Erfahrung sammeln konnte, erhoffte man sich bei den Cardinals, dass er sich auf 2019 gegenüber Shipley durchsetze und der “Center der Zukunft” sei. Leider war dies nicht der Fall und Cole musste mit einer Reservistenrolle als Center/Guard vorlieb nehmen. Glauben die Cardinals 2020 noch an ihn? Er kriegt mit Sicherheit seine Chance, aber letztes Jahr lässt einem doch ein wenig an seinem Können zweifeln. Hoffentlich kann Mason Cole diese Offseason einen grossen Schritt nach vorne machen.

Der angehende Free Agent A.Q. Shipley startete letzte Saison als Center. Es sit gut möglich, dass er sich mit den Cardinals auf einen erneuten Vertrag für 2020 einigt. Shipley liess jedenfalls durchblicken, dass er weiterspielen möchte und dafür sind die Cardinals als Club auf jeden Fall als grosser Favorit zu handeln.

Die jungen Lamont Gaillard und Sam Jones könnten zukünftig mal zum Thema werden, dafür müsste bei beiden allerdings alles perfekt zusammenpassen. Gaillard hat es als letztjähriger Sechst-Rundenpick zumindest ins Team geschafft, was für späte Picks wie ihn alles andere als selbstverständlich ist.

 


 

 

 

Aufgrund des aktuellen Kaders kann man praktisch ausschliessen, dass die Cardinals sich um irgendwelche Free Agent Guards bemühen werden. Sweezy und Pugh dürften da fest eingeplant sein.

Auf Center wird man sich wahrscheinlich mit A.Q. Shipley auf einen neuen Vertrag einigen können und ihn dann im Training Camp mit Mason Cole um die Position kämpfen lassen. Ein Spieler wie Detroits Graham Glasgow wäre sicher interessant aber ich denke kaum, dass jemand wie er ein Teil der Cardinals Free Agency Pläne sein wird. Da haben wir auf anderen Positionen deutlich dringendere Probleme zu beheben.

 


 

Seid ihr mit unseren Ansichten und Prognosen einverstanden? Wo seid ihr anderer Meinung und was wünscht ihr euch für diese Position im Hinblick auf die Free Agency?

Alle anderen Positionen folgen verteilt über die nächsten Tage und Wochen bis hin zum Start der Free Agency…