FREE AGENCY PREVIEW | Quarterback

FREE AGENCY PREVIEW | Quarterback

25. Februar 2019 1 Von Dustin Wegener

Bis zum Start des neuen Ligajahres und der Free Agency am 13. März, werfen wir einen Blick auf den Kader der Arizona Cardinals. Das machen wir in einer Reihe von Beiträgen, in welchen wir jeweils eine Position näher betrachten.

Wie sieht es im Moment aus? Könnten wir (wichtige) Spieler verlieren? Sollten die Cardinals nach Verstärkungen schauen? Was wünschen wir uns und was können wir realistischerweise erwarten? Free Agency und der Draft Ende April hängen natürlich gewissermassen zusammen. Der Einfachheit halber beschränken wir uns in diesen Beiträgen aber lediglich auf die Free Agency. Den Draft lassen wir aussen vor, natürlich werden wir zu gegebener Zeit auch darauf eingehen.

 



 

Josh Rosen ist und bleibt der Franchise-QB der Arizona Cardinals. So ist die Realität und die wird sich (Verletzungen mal ausser acht gelassen) unserer Meinung nach bis zur Regular Season auch nicht verändern.

Rosen war zwar, laut der nackten Statistiken, der “schlechteste” Starting Quarterback der NFL und hat mit einem QBR von 25,9 einen Negativrekord aufgestellt, darf aber nur bedingt an seiner Rookie-Saison gemessen werden. Es liegt auf der Hand, dass ein Tom Brady oder Aaron Rodgers hinter der 2018er Cardinals O-Line ähnlich bescheiden aus gesehen hätten.
Ein riesiges Problem hat man als Quarterback nun mal, wenn man keine Zeit bekommt, einen Drive vernünftig zu spielen. Teilweise lag die Zeit, die man Rosen geben konnte, unter einer Sekunde. Zu wenig, um einigermaßen vernünftige Stats, geschweige denn Punkte auf’s Board zu bringen.

Im Prinzip kann er einem nur Leid tun. Sam Bradford wurde nach Week 3 gebenched und schlussendlich, völlig zurecht, gecuttet. Anstatt einen Rookie-QB langsam an seine Rolle im Team, sowie an die NFL zu gewöhnen, musste er hinter eine horrenden O-Line ins kalte Wasser geworfen werden. Bei Patrick Mahomes konnte man zum Beispiel sehen, wie enorm wichtig eine Übergangssaison für einen Rookie-Quarterback sein kann.
2018 waren diese Umstände eine Katastrophe. Für 2019 werden sie und die Verpflichtung von Head Coach Kliff Kingsbury ein großer Vorteil für die Cradinals sein. Rosen hat auf die härteste Tour die NFL kennen gelernt und geht mit einem “Quarterback Flüsterer” als Head Coach in seine Sophomore Season. Trotz der ganzen Widrigkeiten muss man zu dem festhalten, wie gelassen und abgeklärt er in manchen Situationen sein Können gezeigt hat.

Hinter Rosen haben die Cardinals mit Mike Glennon einen soliden Backup. Wenn auch nicht die billigste Lösung, konnte er in der vergangenen Saison in Week 15 und 16 zeigen, dass er da ist, wenn man ihn braucht. Beide Spiele beendete er mit einer Completion-Rate von 71,4%, auch wenn die Spiele schon entschieden waren und die Gegner etwas lockerer zu Werke gingen, eine ansehnliche Quote. Sollte man als 2nd Quarterback eine andere Lösung suchen, würde ein Cut von Glennon satte $3’000’000 Dead Cap bedeuten.

Chad Kanoff hat, durch den niedrigen Cap Hit und seines jungen Alters von 24 Jahren, gute Chancen in seinem letzten Vertragsjahr der dritte Quarterback der Cardinals zu bleiben.


Noteable Free Agents

https://www.spotrac.com/nfl/free-agents/all/quarterback/


Läuft alles planmäßig, haben die Cardinals unserer Meinung nach in dieser Offseason nichts auf der Quaterback zu tun.

Nick Foles wäre letztes Jahr interessant gewesen. Auch die Suche nach einer anderen Backup-Lösung wird nicht passieren, da der Dead Cap Mike Glennons dagegen spricht und er, wie schön erwähnt, ein solider Vertreter Rosens zu sein scheint.

So kann man sich voll und ganz auf die vielen, wichtigen Baustellen der Cardinals 2019 konzentrieren.


Seid ihr mit unseren Ansichten und Prognosen einverstanden? Wo seid ihr anderer Meinung und was wünscht ihr euch für diese Position im Hinblick auf die Free Agency?

Alle anderen Positionen folgen verteilt über die nächsten Tage und Wochen bis hin zum Start der Free Agency…