KADERANALYSE: Offense

KADERANALYSE: Offense

5. September 2019 0 Von Robin BvZ

Nach einem turbulenten Draft und einer schwierigen Offseason mit einigen unliebsamen Überraschungen steht nun der 53-Mann Kader der Cardinals bereit. Dieser lautet wie folgt:

 


 

Qaurterback: Kyler Murray, Brett Hundley

Nachdem sich der First Overall Pick der Cardinals gut in Arizona eingefunden hat, wird er auch zweifellos in die Week 1 starten. Sein Backup, Brett Hundley, konnte sich durch seine soliden Leistungen in der Pre-Season seinen Platz hinter Murray erkämpfen.

Auf dieser Position sitzt bereits das erste Fragezeichen: Kann Murray seinen Vorschuss-Lorbeeren gerecht werden oder zahlt er, wie viele anderen Rookie-QBs Lehrgeld in Season 1?

 


 

Running Back: David Johnson, Chase Edmonds, D.J. Foster

David Johnson steht als Starter fest, aber Kliff Kingsbury sagte bereits, dass ihm Chase Edmonds sehr gut gefalle und er stärker in die Offense der Cardinals eingebunden werden wird. Es bleibt abzuwarten, ob David Johnson, der nach einer durchwachsenen Saison 2018 und einem Verletzungsjahr in 2017, wieder an seine 2000 Yard Form anknüpfen kann.

Als Third String konnte sich, wenn auch etwas überraschend, D.J. Foster gegen T.J. Logan durchsetzen. Wir erwarten aber keine besonders große Aufgaben für den 25-jährigen RB.

Die Backfield-Qualität gehört in jedem Falle zu den besseren der Liga.

 


 

Wide Rceiver: Larry Fitzgerald, Christian Kirk, Michael Crabtree, Damiere Byrd, Keesean Johnson, Trent Sherfield, Andy Isabella

Die wohl tiefste und eine der stärksten Positionen der Cardinals. Neben dem Dauerbrenner Larry Fitzgerald und dem wieder genesenen Christian Kirk wird auch der Veteran Michael Crabtree, welcher für ein Jahr an die Cardinals gebunden wurde, als Starter aufgeführt.

Als Backups können die Cardinals mit den Speedstern Damiere Byrd und Andy Isabella (Rookie) dienen. Als weitere Backups stehen der Sieger der Preseason, Keesean Johnson (Rookie) und die letztjährige Überraschung Trent Sherfield zur Verfügung.

Mit diesen Spielern sind die Cardinals mehr als gut vorbereitet und obwohl ein richtiger WR1 fehlt, können die Cardinals mit einer durchgängigen Konsistenz punkten.

Zu erwähnen ist, dass Rookie Hakeem Butler, welcher sich eine Handverletzung zugezogen hatte, die gesamte Saison auf der Injured Reserve Liste verbringen wird.

 


 

Tight End: Charles Clay, Maxx Williams

Dadurch, dass die Cardinals sieben WR in ihrem 53-Kader unterbringen, muss an einer anderen Position ein Platz eingespart werden.

Dies führte dazu, dass sich unter den vielen Anwärtern der Veteran Charles Clay, welcher im letzten Jahr mit Verletzungsproblemen zu kämpfen hatte aber sonst als guter Passing-TE gehandelt wird, durchsetzen konnte. Unterstützt wird er von dem 25-jährigen Maxx Williams, welcher als guter Allround-TE gilt, aber leider auch eine gewisse Verletzungshistorie mit sich bringt.

Anzumerken ist, dass “Mr. Irrelevant“ Caleb Wilson und der noch junge Darell Daniels in das Practice Squad aufgenommen wurden.

Die Position des TE wurde zwar im Vergleich zum Vorjahr verbessert, es bleibt aber abzuwarten, ob die beiden Spieler gesund bleiben können, um so eine tragende Rolle in der Air-Raid Offense von Coach Kingsbury zu spielen.

 


 

Center und Guard: Justin Pugh, A.Q. Shipley, J.R. Sweezy, Mason Cole, Joshua Miles, Jeremy Vujnovich, Lamont Gaillard

Nach drei guten Positionen folgt nun ein langjähriges Sorgenkind der Cardinals: Die Offensive Line.

Der ACL-Rückkehrer A.Q. Shipley wird seinen Platz als Starting Center vor dem jungen 2nd Year IOL Mason Cole, welcher neben seiner Backup-Rolle für Shipley auch als erste Backup-Option für Justin Pugh auf der LG-Position gilt, einnehmen.

Auf der RG Position wird J.R. Sweezy, ein Guard mit Run-Block Qualitäten starten. Es kann erfreulich angemerkt werden, dass Lamont Gaillard, der 6th-Round Pick den Sprung in das 53-Mann Roster geschafft hat.

Leider fehlt es hinter der maximal durchschnittlichen IOL nach Mason Cole an Qualität und so muss die IOL leider als eine der klaren Schwächen angesehen werden, welche es definitiv im nächstjährigen Draft zu verstärken gilt.

 


 

Offensive Tackle: D.J. Humphries, Marcus Gilbert, Joshua Miles, Brett Tooth, Justin Murray

Auf der Position der OT sieht es leider ziemlich ähnlich aus. Die Starting-Tackles Humphries und Gilbert sind, wenn gesund, ein passables Duo, mit welchem man leben kann.

Das Problem ist, dass dies das größte Problem der beiden Spieler ist. Beide hatten in Ihrer Karriere bereits mehrere Verletzungen zu beklagen und daher muss angenommen werden, dass mindestens einer der beiden ab einem gewissen Zeitpunkt in der Saison ersetzt werden muss.

Hier sieht es dann leider ziemlich schwierig aus, denn die Backups der 7th-Rounder Joshua Miles, welcher zumindest eine stabile Pre-Season spielte und die beiden Waiver-Additions Brett Tooth, welcher als Langzeit-Projekt definiert wird und der 26-jährige Justin Murray, welcher seit 2016 bei 6 verschiedenen Teams unter Vertrag stand und 2018 bei den Oakland Raiders in lediglich zwei Spielen eingesetzt wurde.

Leider ist auch die OT-Position, ähnlich wie die IOL, sehr dünn besiedelt und es dürfen zurecht Sorgenfalten entstehen, sollte sich einer der beiden Starting-Tackles verletzen.

 


 

Abschließend bleibt zu sagen, dass durch einen sehr starken Draft, bei dem viele Rookies den Schritt in das 53-Mann Kader schafften und eine aktive Offseason viele Lücken, wie das QB, WR und das TE-Corps (hoffentlich) geschlossen werden konnten.

Das große Problem besteht darin, dass die OL leider nahezu vergessen wurde. Es wurden zwar mit Marcus Gilbert und J.R. Sweezy zwei Spieler verpflichtet, die als Upgrade über die letztjährigen Spieler (A. Smith und M. Iupati) gelten.

Die Backup-Situation bleibt aber mehr als misslich und wenn man Mason Cole, der letztjährige 16-Spiele-Starter der Cardinals, abzieht, bleiben leider nur große Fragezeichen und wenig Erfahrung übrig.

So bleibt zu beten, dass die OL größtenteils vom Verletzungsteufel verschont bleibt und Kyler Murray seine Füße unter Kontrolle hat.