ONE THAT’S GOING TO WIN A LOT OF GAMES

ONE THAT’S GOING TO WIN A LOT OF GAMES

3. Februar 2018 0 Von Dominik Hoch

“Einer der viele Spiele gewinnen wird,” sagte der neue Offensive Coordinator Mike McCoy als er gefragt wurde, was für einen Typen Quarterback er bevorzuge.

Auf den ersten Blick eine gehaltlose Antwort aber genau darin verbirgt sich, was Mike McCoy in seiner bisherigen Laufbahn als offensiver Coach ausgemacht hat. Er und seine Spielphilosophie sind äusserst flexibel und fähig, sich den Gegebenheiten, vor allem dem Quarterback anzupassen. Anstelle eines bestimmten Typen, der ins System passen muss, war McCoy meist in der Lage sein System dem Quarterback anzupassen.

Mike McCoy’s Werdegang:

Carolina Panthers (2000)

Offensive assistant

Carolina Panthers (2001)

Wide receivers coach

Carolina Panthers (2002–2003)

Offensive assistant

Carolina Panthers (2004–2005)

Quarterbacks coach & offensive assistant

Carolina Panthers (2006)

Quarterbacks coach

Carolina Panthers (2007–2008)

Passing game coordinator & quarterbacks coach

Denver Broncos (2009)

Offensive coordinator & quarterbacks coach

Denver Broncos (2010–2012)

Offensive coordinator

San Diego Chargers (2013–2016)

Head coach

Denver Broncos (2017)

Offensive coordinator

Arizona Cardinals (2018-present)

Offensive coordinator

McCoy’s NFL Karriere begann als Quarterback Coach in Carolina, wo ein Wechsel von QB Rodney Peete zu Jake Delhomme bis in den Super Bowl führte. Ebenso musste während einer Saison in Carolina gleich mit vier verschiedenen Startern umgegangen werden.

Bei seiner nächsten Station als OC bei den Denver Broncos war es zunächst QB Kyle Orton bevor McCoy mit QB Tim Tebow unerwartete Erfolge feiern konnte. Dass Tebow für die NFL im traditionellen Sinne nicht gut genug war, war weithin bekannt. McCoy konnte seine Offense aber besser als erwartet anpassen. Auf einmal spielte man ein zuvor noch kaum gesehenes College-ähnliches System in der NFL, in welchem die Stärken von Tebow akzentuiert und seine Schwächen so gut wie möglich kaschiert werden konnten.

Weitere erfolgreiche Jahre mit Peyton Manning führten dann zum nächsten Karriereschritt. 2013 wurde Mike McCoy zum Head Coach der San Diego Chargers. Die erste Saison verlief gut und man erreichte via Wild Card die AFC Divisional Round. Die darauffolgenden Jahre blieb man stets unter den Erwartungen und schliesslich entschieden sich die San Diego Chargers für einen Wechsel. McCoy wurde nach der 2016 Saison entlassen.

Trotzdem blieb er ein gefragter Coach und wurde sogleich zum OC der Denver Broncos, wo er unter Rookie Head Coach Vance Joseph die Offense leiten sollte. Dass dieses Engagement Mitte November zu einem abrupten Ende kam, war schon etwas überraschend. Die genauen Gründe dafür wurden zwar nie preisgegeben, aber bei den Broncos lief offensiv wenig zusammen. Die Quarterbacks Trevor Siemian, Paxton Lynch und Brock Osweiler schienen das Playbook nie komplett zu beherrschen und es hiess, dass GM Elway und HC Joseph frustriert seien, weil dieses zu kompliziert gewesen sein soll. Das geht zwar entgegen alldem, was man sonst so über McCoy hört, wir lassen das aber mal dahingestellt, die ganze Wahrheit werden wir wohl nie erfahren.

McCoy wurde bereits 2013 als potenzieller Head Coach von den Cardinals interviewt. Seit dem habe man auch immer wieder Kontakt miteinander gehabt, was den Prozess dieses Jahr etwas vereinfacht habe.

Auch mit HC Wilks gab es ein paar Überschneidungen durch ihre Zeiten bei den Carolina Panthers. Als McCoy sich über HC Wilks informierte, konnte er auf vertraute Kontakte in Carolina zählen und diese hätten nur positives zu berichten gehabt.

Es sei noch zu früh um in Details zu gehen, aber McCoy sei sehr flexibel und will unter HC Wilks eine Offense aufbauen, die sich nicht auf Matchups und Schemes verlasse, sondern die Spieler und ihre Stärken in den Vordergrund stelle.

McCoy sagte, dass er mit Larry Fitzgerald telefoniert hat und dieser ihn gleich auf sein Playcalling und Ähnlichkeiten zu jenem von Ken Whisenhunt angesprochen habe. Da gibt es auch ein paar Gemeinsamkeiten, denn der ehemalige Cardinals HC war unter McCoy der Offensive Coordinator in San Diego. McCoy sei positiv gestimmt, was einen Verbleib von Fitzgerald angehe und rechne mit ihm auch für kommende Saison.

Seine Erfahrung als Head Coach habe ihm trotz durchzogenen Resultaten enorm weitergeholfen. Er konnte in den vier Jahren sehr viel Erfahrung sammeln und sei nun besser in der Lage, das grosse Ganze zu sehen. Zu sehen, wie einzelne Mannschaftsteile ineinander greifen und wie mit so mancher Situation umzugehen ist.

Besonders der letzte Punkt, dürfte für die Verpflichtung von McCoy als OC nicht unwichtig gewesen sein. Mit einem Rookie Head Coach und einem Rookie Defensive Coordinator, ist es sehr wichtig eine der drei wichtigsten Positionen mit einem erfahrenen Coach zu besetzen. Dieser kann dann in vielen Situationen mit Rat und Tat zur Seite stehen und ein wertvoller “Fels in der Brandung” sein. Ein ähnliches Beispiel haben wir vergangene Saison in der eigenen Division bei den Los Angeles Rams erlebt: McVay und der erfahrene DC Wade Phillips.

Die meisten und wichtigsten Stellen im Trainerstab sind mittlerweile besetzt. HC Wilks und OC McCoy haben wir euch nun vorgestellt. Auch über die restlichen Coaches werden wir noch in selbem Stil berichten.

Danach geht der Blick in Richtung Free Agency und Draft, die Quarterback-Frage und Larry Fitzgerald.

Wir sind sehr gespannt wie sich die Offense unter Mike McCoy präsentieren wird und sagen:

Herzlich willkommen, Mike!