THE FIFTH DOWN: 1st Overall Pick – Trade or not to trade? Das ist hier die Frage!

THE FIFTH DOWN: 1st Overall Pick – Trade or not to trade? Das ist hier die Frage!

3. Februar 2019 0 Von Dustin Wegener

Die Cardinals 2018 waren das schlechteste Team der NFL. So weit so schlecht und die Gründe dafür wurden ausreichend beleuchtet. Nun ergibt sich dadurch eine Situation, die man, so gut sie auch jetzt ist, sich am besten nie wieder “erarbeitet”. Wir haben den ersten Pick im Draft 2019! Doch was sollten General Manager Steve Keim und der neue Head Coach Kliff Kingsbury damit anfangen, um das beste Resultat für das Kader 2019 zu erzielen?

 

Sehen wir uns zunächst alle Erstrunden-Picks der Ära Keim an:

2013 – Jonathan Cooper, OG, 7. Pick
Verletzungsanfällig, wechselte oft die Franchise, konnte aber nie wirklich zünden. Trotzdem guter Pick, da 2016 Trade für Chandler Jones. Ist momentan bei den Redskins unter Vertrag aber verletzt.

2014 – Deonne Bucannon, LB, 27. Pick
Solider Pick. Brachte trotz kleinerer Verletzungen fast immer solide Leistungen auf das Feld. 2018 spielerisch, wie so viele, unter seinem Niveau. Wird 2019 Free Agent.

2015 – D.J. Humphries, OT, 24. Pick
Auch er war zwar solide bei seinen Leistungen, allerdings verletzungsanfällig. Verpasste die halbe 2018er Regular Season, war vorher Starter.

2016 – Robert Nkemdiche, DT, 29. Pick
Der Mann mit dem unausprechlichen Namen, könnte die Säule in der Cardinals Defense werden. Allerdings nur dann, wenn er nach seiner Knieverletzung wieder an seine stetig steigende Form anknüpfen kann. Geht in sein letztes Jahr des Rookie-Deals.

2017 – Haason Reddick, LB, 13. Pick
Bis zum heutigen Tag ist unsere Nummer 43 eine kleine Wundertüte. Mal glänzt er durch Präsenz und Athletik, ein anderes mal taucht er ab. Sollte er mehr Konstanz in sein Spiel bringen, könnte aus ihm ein solider NFL-Spieler werden. Sein Rookie-Vertrag läuft noch 2 Spielzeiten.

2018 – Josh Rosen, QB, 10. Pick
Keim bewies, gefühlt zum ersten Mal, die richtige Managerqualität in einem Draft. Der Deal mit den Raiders, bei dem er hochtradete, war smart und bescherte uns unseren Franchise-Quaterback. Seine erste Saison war undankbar für “The Chosen One”. Praktisch ohne O-Line konnte man doch sein Können aufblitzen sehen. Bei vernünftigen Rahmenbedingungen ist er der richtige Mann am richtigen Ort.

 

Steve Keim machte bei den vergangenen Drafts eine solide, aber mit Ausnahme des letzten Drafts, keine herausstechende Figur. Der große Wurf fehlte bis dato. Wenn er dieses Jahr so smart, aggressiv und vorausschauend agiert wie 2018, kann uns der 1. Pick weit nach vorne bringen.

Sollten wir den ersten Pick ziehen wollen, kommen wir an einem Namen nicht vorbei: Nick Bosa, EDGE, Ohio State
Der Defensive End der Ohio State ist eine Maschine! Von den Experten wird er noch besser beurteilt als sein großer Bruder Joey, der seit 2016 bei den L.A. Chargers für Furore sorgt.

Das einzige Problem: Er ist keine, von uns, dringend benötigte Maschine. Natürlich wäre eine Bosa/Jones-Combo spannend zu sehen. Es könnte ähnlich des Rams-Gespanns Suh/Donald, zu einer Sack-Parade führen. Doch leider können wir uns, bei den vielen offenen Baustellen, solch eine Monster-Defense nicht leisten.

 

Die Devise kann nur lauten: Schützt Rosen! Die Cardinals brauchen, mehr als alles andere, eine stabile, funktionierende O-Line/Offense. Selbst wenn potenzielle O-Line-Starter im diesjährigen Draft zu haben sind, wäre das Risiko zu groß, einzig auf einen unerfahrenen Rookie zu setzen. Dafür ist diese Baustelle einfach zu groß.

Ein Szenario, welches meiner Meinung nach, Sinn ergeben würde. Trade des ersten Picks an bspw. die Giants oder die Chiefs. Dort sind mit Nate Solder oder Mitchell Schwartz O-Liner die sofort helfen könnten. Die Giants wollen einen Franchise-QB und haben, wie man aus unbestätigten Quellen hört, schon bei den Cardinals bezüglich des ersten Picks angefragt. Die Chiefs sind heiß auf Bosa und wollen somit ihre Defense stabilisieren, um kommende Saison wieder nach der Lombardi-Trophy zu greifen.

 

Dies sind nur zwei Beispiele von vielen Möglichkeiten, die uns eher an die benötigte Lösung bringen würden. Auch andere Franchises haben großes Interesse am ersten Pick und gleichzeitig einen für uns passenden O-Liner im Kader.

Sollte so ein Deal funktionieren, könnte man noch einen Schritt weiter gehen und mit dem runtergetradeten Erstrunden-Pick auf Greg Little, Ole Miss oder Jonah Williams, Alabama gehen.

Somit hätte man, mit einem Pick, zwei Waffen zum Rosen-Schutz hinzugewonnen, um nicht noch einmal Erster im Draft zu sein.

 


 

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