WE HAVE TO WIN ON 4TH DOWN

WE HAVE TO WIN ON 4TH DOWN

6. Februar 2018 0 Von Dominik Hoch

Die Special Teams waren in den vergangenen Jahren ein grosses Ärgernis. Das soll und muss sich schleunigst Ändern und dafür ist in erster Linie Jeff Rodgers verantwortlich. Er wurde zum neuen Special Teams Coordinator der Arizona Cardinals ernannt.

Head Coach Wilks und Jeff Rodgers wurden bei diversen Medienterminen auch auf die Special Teams Probleme unter dem alten Regime angesprochen. Selbstverständlich wollten sie sich dazu nicht gross äussern und über ihre Vorgänger herziehen, beide machten aber sogleich deutlich, dass sie es ernst meinen was die Special Teams angeht.

“Special teams is just as important as offense and defense,” betonte Wilks und fügte an: “Someone asked the question about the history of special teams around here – it’s not going to take a backseat to what we are trying to do. It will be a major part of our success.”

(“Special Teams sind genau so wichtig wie Offense und Defense. Jemand hat mich über die Geschichte der Special Teams hier gefragt – sie werden auf keinen Fall vernachlässigt bei dem was wir tun wollen. Sie werden ein elementarer Bestandteil unseres Erfolgs sein.”)

“There have been teams that won championships in this league largely ignoring fourth down, because they are so dominant on offense and defense,” sagte Rodgers. “There are also teams that have led the league on offense and defense that didn’t make the playoffs because they have been deficient on fourth down.”

(“Es gab Teams, die den Super Bowl gewannen, obwohl sie die Special Teams ignoriert haben, weil sie in der Offense und Defense so gut waren. Aber es gab auch Teams, die die Playoffs verpassten, weil sie bei den Special Teams zu schlecht waren.”)

Für beide sei es besonders wichtig, dass auch die Spieler verstehen, dass die Special Teams genau so wichtig sind wie die Offense und Defense. Sie würden das aktuelle Kader in den kommenden Tagen und Wochen evaluieren und dann entsprechend ihrer Erkenntnisse handeln in der Free Agency und im Draft. Die Spieler müssten verstehen, dass es ein Privileg sei in der NFL zu spielen und dazu gehörten auch die Special Teams.

“If you want to impress me, impress me on special teams,” meinte Steve Wilks noch zum Abschluss. Wer ihn beeindrucken wolle, solle dies bei den Special Teams machen.

Jeff Rodgers hat 17 Jahre Erfahrung als Coach, darunter 14 Jahre in der NFL. Den Einstieg fand er 2003 bei den San Francisco 49ers als “special teams quality control coach” und als “assistant special teams coach”.

Danach führte sein Weg über die Carolina Paqnthers (2009-2010) und die Denver Broncos (2011-2014) zu den Chicago Bears. Dort war er bis vergangene Saison ebenfalls als Special Teams Coordinator angestellt.

Nun soll er also die Arizona Cardinals auf den rechten Weg bringen. Wie genau er das anstellen möchte, darüber hat er noch nicht viel verraten. Einerseits weil er die Spieler und deren Stärken und Schwächen noch nicht kenne, andererseits möchte er sich natürlich nicht in die Karten blicken lassen und Geheimnisse seines Erfolgs preisgeben.

Ein besonderes Lob gab es für den letzjährigen Rookie Budda Baker, den Rodgers im Draftprozess ebenfalls studiert habe und bereits damals beeindruckt gewesen sei. Die grossartigen Leistungen letzter Saison seien für Rodgers nur eine Bestätigung gewesen.

Bezüglich eines Kick- und Punt-Returners gab es natürlich auch noch nichts konkretes. TJ Logan sei talentiert und eine Option, genauso wie Kerwynn Williams und auch Patrick Peterson. Bei Peterson müsse man aber Klug sein, denn er ist in der Defense enorm wichtig, deshalb werde er vielleicht zwischendurch mal als Returner in Frage kommen aber sicher nicht als “Vollzeit-Returner”.

Nun geht der Blick in Richtung Free Agency und Draft. In den nächsten Wochen werden wir, wie bereits letztes Jahr, das aktuelle Kader unserer Cardinals im Hinblick auf die Free Agency unter die Lupe nehmen.

Wir sind sehr gespannt wie sich die Special Teams unter Jeff Rodgers präsentieren werden und sagen:

Herzlich willkommen, Jeff!